Wie viel verdient man als Grafiker?

10 Juli 2020

Mit seinem Hobby Geld zu verdienen ist wohl der größte Traum jedes Kreativen. Hast du dich vielleicht schon mal gefragt, welche Karrieremöglichkeiten mit deiner Kreativität möglich sind? Dann lies weiter, denn in diesem Artikel erfährst du von uns alles zum Beruf des Grafikers bzw. Grafikdesigner.

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BOX – „Das Wichtigste in Kürze“

  • Das jährliche Durchschnittsgehalt eines angestellten Grafikdesigners beträgt 37.500 Euro, allerdings sind auch bis zu 45.800 Euro möglich.
  • Als selbstständiger Grafiker liegt der durchschnittliche Stundensatz bei 67 Euro, für Top-Grafiker sind auch 100 Euro stündlich möglich. Allerdings sind auch 20 – 30 Euro pro Stunde keine Seltenheit.
  • Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist eine schulische Ausbildung und dauert 2 – 3 Jahre, sie ist jedoch keine Pflicht. Die Kosten dafür musst du selbst tragen, kannst jedoch Schüler-BAföG beantragen.

 

Die Aufgaben eines Grafikers

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und die Aufgabe eines Grafikers besteht darin, diese Bilder zu kreieren. Er verwandelt Ideen in anschauliche Bilder. Dies kann für veranschaulichende Grafiken in Texten, Werbeplakate, Produktverpackungen oder Figuren in Videospielen sein. Auch Videoschnitte oder das Hinzufügen von Effekten liegt häufig im Aufgabenbereich.

Dabei sollte man auch beachten, dass die Arbeit von einem Grafikdesigner sowohl für die Veröffentlichung in Online-, als auch für Printmedien bestimmt sein kann. Es gehört also auch die Auswahl der richtigen Farbe zur Darstellung sowie die Entscheidung über das Druckverfahren mit zu diesem Job.

Zwar verlangt nicht jedes Projekt oder jede Stelle nach alle Fähigkeiten, doch all diese Elemente gehören grundsätzlich dazu. Insgesamt also ein sehr vielseitiger Job, der in unserer heutigen Zeit nicht wegzudenken ist, denn überall werden ansprechende Grafiken gebraucht.

 

Qualifikationen für den Beruf

An erster Stelle steht die Kreativität. Als Grafikdesigner muss man täglich, gar stündlich, auf Ideen kommen, wie man gewisse Dinge darstellen kann. Im besten Fall auch noch so, wie es bisher keiner gemacht hat. Das bedarf eines hohen Maßes an Kreativität.

Außerdem ist Empathie als Designer wichtig, damit man sich in die Ideen der Auftraggeber hineinversetzen kann. Denn nur in wenigen Fällen wird man voll ausformulierte Pläne für eine Grafik erhalten, in der Regel sind es eher vage Aussagen. Doch egal, ob mit oder ohne detaillierte Pläne, man muss sich in die andere Person eindenken um zu verstehen, was genau sie benötigt.

Dabei kommt auch die dritte wichtige Fähigkeit für den Beruf ins Spiel: Kritikfähigkeit. Nicht immer wird es vorkommen, dass ein Projekt von den Vorgesetzten hochgelobt wird. Änderungen an der eigenen Arbeit gehören zum Alltag, egal ob in einem Unternehmen oder als Selbstständiger. Wer als Antwort auf Feedback den Kopf in den Sand steckt und denkt, die gemachte Arbeit ist perfekt, der bietet eine schlechte Arbeitsgrundlage.

Kurz zusammengefasst:

  • Ein Grafikdesigner braucht viel Kreativität, um immer wieder neue Ideen schöpfen zu können.
  • Er braucht Empathie, um sich in den Kunden und seine Wünsche hineinversetzen zu können.
  • Kritikfähigkeit ist in dem Job unabdingbar. Sie macht einen Feinschliff erst möglich.

 

Was verdient ein Grafiker – als Angestellter?

Das Einstiegsgehalt für einen Grafikdesigner der frisch mit der Ausbildung fertig ist, liegt in Deutschland im Durchschnitt bei 2.120 Euro monatlich. Je mehr Berufserfahrung man besitzt, desto mehr Gehalt kann man verlangen, da man über eine höhere Kompetenz verfügt. Ein Designer, der 7 Jahre Berufserfahrung hat, kann beispielsweise 2.818 Euro brutto pro Monat verdienen

Die alten Hasen im Beruf steigen meist in höhere Positionen auf, wo sie dann die Aufgaben eines Art Director oder Creative Director übernehmen. Das durchschnittliche Gehalt liegt dann bei knapp 3500 Euro monatlich. Auch als Medienfachwirt sind ähnliche Gehälter nicht unüblich.

Der Vorteil für einen angestellten Grafikdesigner liegt darin, dass es monatlich die Auszahlung des Gehaltes gibt. Außerdem übernimmt das Unternehmen alle Kosten für die Ausstattung. Man braucht also nur sich selbst und alles Weitere wird vom Arbeitgeber gestellt.

 

Was verdient ein Grafikdesigner – als Selbstständiger?

Der Verdienst als Selbstständiger hängt in großem Maße von den eigenen Fähigkeiten und der eigenen Vermarktung ab. So verdienen viele Selbstständige nur 20 – 30 Euro pro Stunde, weil sie keine Alternative sehen. Doch es gibt auch Unternehmen, die freie Grafikdesigner buchen und 80 Euro pro Stunde zahlen.

Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 67 Euro und einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden, ergibt sich so ein Monatsverdienst von 5360 Euro. Dazu kommen allerdings noch Arbeitsstunden für die Kundenakquise und Buchhaltung, sowie Ausgaben für Versicherungen, Hardware und Programme.

Wer von seinen Fähigkeiten überzeugt ist und selbstbestimmt viel Geld verdienen möchte, für den ist die Selbstständigkeit im Grafikdesign eine gute Wahl. Je mehr Jahre man im Beruf ist, desto eher lernt man auch, sich selbst und seine Fähigkeiten zu verkaufen. Mit der richtigen Strategie winkt so auch ein höheres „Einstiegsgehalt“ als bei einer Anstellung.

 

Fazit

Wer kreativ ist, der kann als Grafikdesigner gutes Geld verdienen. Eine Anstellung bietet dabei ein sicheres Gehalt und man muss nicht für die Beschaffung von Arbeitsmaterialien in Vorleistung gehen. Hat man einige Jahre Berufserfahrung, gibt es auch einige Aufstiegsmöglichkeiten.

Als Selbstständiger hängt das Einkommen von der eigenen Vermarktung ab. In manchen Monaten kann die Kasse klingeln, in anderen jedoch ein Auftragsmangel herrschen. Man muss also mit der Ungewissheit umgehen können. Auch Hardware und Software für die Arbeit muss man selbst kaufen. Dafür ist man sein eigener Chef und kann sein Gehalt selbst bestimmen.