Erfahrungen mit eToro: Top oder Flop?

26 August 2020

Du bist bei der Suche nach einem Nebenverdienst auf eToro gestossen? In diesem Artikel erfährst du, was du über das Trading auf eToro wissen solltest und welche Erfahrungen wir auf der Plattform gemacht haben.

Teil I: Was ist eToro eigentlich?

Zuerst einmal solltest du wissen, was eToro genau ist und was man auf der Plattform alles tun kann: eToro wurde im Jahr 2006 in Israel gegründet und hat sich seither als größte und beliebteste soziale Investment Plattform entwickelt: Im Jahr 2018 waren auf eToro über 10 Millionen Nutzer aus 140 Ländern aktiv (Quelle: Business Insider). eToro operiert weltweit und hat Niederlassungen in Zypern, England, Israel, Australien, den USA, Hongkong und China.

Die Idee von eToro ist also nicht nur das Anbieten von Trading und Investing-Möglichkeiten – auch wenn dies das „Rückgrat“ der Trading Plattform darstellt. Darüber hinaus ist bei eToro aber der soziale Aspekt besonders wichtig und wird von vielen als das Alleinstellungsmerkmal der Plattform angesehen.

 

1. Trading für Anfänger und Junge?

Doch schauen wir uns kurz die Kernfunktion von eToro an: Trading und Investing. eToro wirbt gegen aussen gerne damit, besonders einsteigerfreundlich zu sein. Es brauchte keinerlei Vorkenntnisse und man können ganz einfach durch Trading Profite machen. „Financial Trading made simple“ ist einer der Slogans von eToro.

Doch ist es wirklich möglich, als Anfänger mit Trading Erfolg zu haben? Das schauen wir später in diesem Artikel an.

Eins ist aber klar: Durch den sozialen Aspekt von eToro richtet sich die Plattform vor allem an jüngere Menschen, die nicht am „verstaubten“ Aktienhandel an einer Börse interessiert sind. So sagte eToro-CEO Yoni Assia: „Die Generation X und Y gewinnen immer mehr Kontrolle über ihr Geld und sind daran interessiert, mehr eigene Entscheidungen zu treffen und mehr Onlinehandel über sozialen Plattformen zu treiben.“

Für diesen Aspekt spricht auch das Interface von eToro, die mehr wie ein sozialer News-Feed als wie eine komplexe Trading Plattform daherkommt.

2. Was bedeutet „Social Trading“

„Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das Facebook des Tradings zu werden.“

So Dennis Austinat, der Deutschland-Chef von eToro im Jahr 2017.

Das wichtigste und wohl beliebteste Feature von eToro ist die Möglichkeit, andere Trader kopieren zu können. Du kannst also ganz ohne eigene Trading-Kenntnisse erste Erfahrungen mit Trading machen, indem du ganz einfach die Trades von anderen Tradern auf der Plattform abschaust.

Was auf normalen Handelsplattformen absolut undenkbar wäre, ist das „Social Trading“ auf eToro möglich. So lautet denn ein weiterer Slogan von eToro auch „Profitieren Sie von der Schwarmintelligenz“. In der Tat sticht diese soziale Komponente hervor und scheint Trading auf den ersten Blick deutlich „sozialer“ zu machen.

3. Trading – lukrativer Nebenverdienst oder riskantes Unterfangen?

Wie sagt man in Finanzkreisen gerne: Über 90 % aller Trader machen auf lange Sicht Verluste. Anstatt Geld zu verdienen, bleiben sie nicht nur bei einer schwarzen Null, sondern verlieren sogar eigenes Geld. Da viele Trader irrational agieren, stehen dabei meist höhere Beträge auf dem Spiel als Ihnen lieb ist – nicht selten werden Ersparnisse fürs Trading eingesetzt, die man eigentlich nicht lieber anrühren sollte.

Dies hat damit zu tun, dass viele oder die meisten Menschen sich beim Trading selbst überschätzen. Leider sprechen die Zahlen aber meist nicht zu ihren Gunsten, weshalb sich Trading für die Mehrzahl der Menschen als Verlustgeschäft erweist – häufig mit gravierenden finanziellen Konsequenzen.

70 bis 80 Prozent der Menschen verlieren Geld beim Traden, wieso sollte man dann auf die von eToro angepriesene „Schwarmintelligenz“ setzen? Wenn doch – und das weiß jeder erfahrene Investor – die Mehrheit der Trader meistens falsch liegt und nur wenige letztlich Gewinn machen?

Diesen Aspekt zu berücksichtigen ist wichtig, bevor man sich auf Trading einlässt – gerade auch auf eToro, wo man leicht von der Intelligenz der Mehrheit geblendet werden kann.

Hier möchte ich aber noch einen Punkt ergänzen: Social Trading bedeutet nicht, dass man der Mehrheit auf eToro folgen muss oder sollte. Vielmehr kann man aus einer Bestenliste die erfolgreichsten Trader auswählen und nur diese kopieren. Dies ist ein wesentlicher Unterschied, als wenn man einfach blind der Mehrheit hinterherrennt.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Social Trading-Funktion von eToro für Durchschnitts-Trader durchaus hilfreich sein kann: So zeigte eine MIT-Studie aus dem Jahr 2014, dass Trader durch die Offenheit der Plattform zum Teilen von Informationen ermuntert würden, was letztlich zu durchschnittlich besseren Trading-Entscheidungen führte. Als Fazit sagte der Forscher Yaniv Altshuler:

„Sozialhandel bietet im Vergleich zum Einzelhandel viel bessere Gewinnmöglichkeiten.“

In einer weiteren Studie wurde festgestellt, dass beliebte Trader, die sozusagen als „Influencer“ fungieren, ein gewisses Verantwortungsbewusstsein ihren Followern gegenüber haben, was häufig zu besseren Investitionsentscheidungen führen könne.

4. Was kann man auf eToro alles handeln?

Auf eToro kann man praktisch alles traden, was die Finanzmärkte zu bieten haben:

  • Aktien (Fun Fact: Die meist gehandelt Aktie zurzeit ist die Wirecard AG)
  • Rohstoffe
  • Devisen
  • ETFs

Seit 2014 ist neu eine Sparte im Angebot, die sich wegen des hohen Profitpotenzials immer größerer Beliebtheit erfreut: Kryptowährungen. eToro hat schnell erkannt, dass sich gerade bei „sozialen Tradern“ das Handeln von Kryptos großer Beliebtheit erfreut.

Unterstützt werden auf eToro Stand 2019: Bitcoin, Ethereum, Litecoin, XRP, Dash, Bitcoin Cash, Stellar, Ethereum Classic, NEO und EOS. Da sich die Blockchain-Welt rasant verändert, neue Währungen entstehen und andere verschwinden, ist das Angebot auf eToro in stetem Wandel.

Auf einer eigenen App können Trader übrigens ihre Investments und so auch die Kryptowährungen verwalten.

5. Aggressives Marketing – es führt kein Weg an eToro vorbei

Wusstest du, dass eToro der Sponsor von gleich sechs Fussballclubs ist? Diese sind  Eintracht Frankfurt, Tottenham Hotspur, Newcastle, Southampton, Leicester City, und Crystal Palace – neben einem deutschen überwiegend Englische Vereine also.

Auch bei Star-Auftritten in der Werbung scheut sich eToro nicht vor hohen Kosten: Mit Game of Thrones Star Kristian Nairn und Hollywood-Größe Alec Baldwin hat eToro prominente Aushängeschilder für seine Werbung gewonnen.

Dies zeigt, welchen Stellenwert Marketing bei eToro einnimmt. Oder hast du schon einmal eine Werbung für die deutsche Börse oder sonst eine Handelsplattform gesehen? Vermutlich selten. eToro ist bekannt dafür, jeden nur erdenklichen Werbekanal zu nutzen, mit dem die Plattform neue Nutzer gewinnen kann. So wirst du auch auf YouTube vermutlich nicht um die Werbungen der sozialen Trading-Plattform herumkommen.

Ist die viele Werbung ein schlechtes Zeichen? Nun, unserer Meinung nach ist die Tatsache, dass eToro dermassen viel in sein Marketing investiert nicht per se schlecht – wenn auch nicht gerade sympathisch. Wegen der vielen Werbung auf mangelnde Seriosität des Unternehmens zu schließen, greift in diesem Fall zu kurz. Letztlich zählen für die Bewertung der Plattform andere Kriterien, auf die wir sogleich eingehen werden.

6. Wie funktioniert eToro?

Um mit dem Trading auf eToro beginnen zu können, musst du logischerweise erstmal einen Account erstellen. Das funktioniert ziemlich einfach und intuitiv. Ist der Account aber einmal live, kann man loslegen. Ach ja, fehlt da nicht noch etwas?

Natürlich musst du zuerst Geld einzahlen, um mit Traden zu beginnen. Der Mindesteinzahlungsbetrag variiert dabei je nach Einzahlungsart:

  • Bei Einzahlungen mit Kreditkarte liegt er bei 200 Euro.
  • Bei einer Banküberweisung muss man mindestens 500 Euro einzahlen – nicht gerade wenig.
  • Für die weiteren Zahlungsoptionen wie PayPal, Neteller, Skrill etc. findet man die Infos direkt der Website von eToro.

Übrigens: Mehr als 2’250 Euro kann man nur einzahlen, wenn man seine Identität verifizieren lässt, was einige Tage dauern kann. Das sollte für „Durchschnitts-Trader“ und Anfänger aber nicht nötig sein, denn du solltest gerade am Anfang nicht mit zu viel Geld traden.

7. Geld verdienen als „Popular Investor“?

Wer kein Trading-Anfänger ist und seine Toro Erfahrung an andere weitergeben möchte, kann sich als „Popular Investor“ versuchen und so etwas zusätzlich Gewinn machen. Natürlich kann nicht jeder und jede andere Trader anleiten, denn das würde die Qualität der Copy Trading-Funktion auf eToro drastisch senken.

Die Anforderungen für die Anmeldung als „Popular Investor“ sind:

  1. Du musst ein verifiziertes Konto besitzen.
  2. Du benötigst mindestens einen „verifizierten Kopierer“ zum Zeitpunkt der Anmeldung.
  3. Du musst zur Risikostufe 6 oder niedriger gehören (also ein ziemlich erfolgreicher und risikominimierender Trader sein).
  4. Du musst seit mindestens zwei Monaten auf eToro aktiv gewesen sein.
  5. Du musst ein durchschnittliches monatliches Eigenkapital von mindestens 500 $ haben.
  6. Du musst von anderen Tradern kopiert worden sein im Wert von mindestens 200 $.

Du siehst, die Bedingungen, um als „Popular Investor“ zugelassen zu werden, sind nicht gerade leicht zu erfüllen. Hat man es aber einmal geschafft, dann kann man bis zu 2 Prozent Profit auf das verwaltete Vermögen sowie zusätzliche Gewinnanteile auf erfolgreiche Trades einkassieren.

Teil II: Die größten Vorteile von eToro

1. Social Trading macht Spass und hat Potenzial

Das größte Alleinstellungsmerkmal von eToro und was die Plattform so einzigartig macht, ist natürlich die Social Trading-Funktion. Wir haben damit überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Gerade für Anfänger ist es Gold wert, von erfahrenen Tradern zu lernen und sogar 1:1 Trades abzuschauen.

Dank der transparenten Übersicht kann man verschiedene Trader miteinander vergleichen und sieht jeweils, wie hoch die Gewinnquote jedes Traders ist. Man kann genau sehen, wie ein Trader in den letzten Monaten auf eToro gehandelt hat und wie hoch Profit und Verluste jeweils waren.

Dadurch, dass du genau siehst, in welchen Anlageklassen die Trader hauptsächlich aktiv sind, kannst du diese bequem nach deinen Vorlieben und Interessen filtern. So stehen die Chancen gut, dass man aus der großen Menge an Tradern den oder die „richtigen“ findet, von dem man lernen kann.

Praktisch ist auch, dass jeder öffentliche Trader in eine Risikostufe eingeteilt wird, sodass man genau sieht, wie hoch das Risiko ist, das ein Trader tagtäglich eingeht. So findet man leichter Trader, die dem eigenen Risikoappetit entsprechen

Hat man einmal einen Trader gefunden, dem man folgen möchte, so kann man dies mit wenigen Klicks tun. Danach geht es nur noch darum, die Trades zu überwachen und wenn gewünscht zu beenden – zum Beispiel, wenn man einem anderen Trader folgen möchte.

2. eToro ist tatsächlich einsteigerfreundlich

Das Versprechen von eToro, der perfekte Einstieg für Anfänger in die Welt des Tradings zu sein, ist nicht ganz ungerechtfertigt: Nicht nur die Anmeldung, das eToro Login und die ersten Schritte auf der Plattform sind einfach zu handhaben, daneben bietet eToro auch ein sehr intuitiv aufgebautes Trading-Interface.

Auch ohne Vorkenntnisse und Know-how im Bereich Trading lernt man schnell, welche Buttons man drücken muss und was die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen auf der Plattform sind.

Besonders hilfreich ist, dass man nach der Anmeldung auf der Plattform erstmals mit einem „Demo-Konto“ startet und auch ohne Einzahlung von Bargeld erste Erfahrungen mit testweisem Trading sammeln kann. Wer sich dann zurechtfindet, kann Geld einzahlen und mit „echtem“ Trading beginnen.

Die Demomodus-Funktion von eToro ist sehr lobenswert, denn viele andere Anbieter drängen Beginner fast schon dazu, möglichst schnell und viel Geld einzuzahlen. Sie tun dies mit überrissenen Bonusangeboten (mit versteckten Bonusbedingungen) oder aber, indem sie ganz auf einen Demomodus verzichten.

Dank der Copy Trading-Funktion muss man nicht einmal die Märkte verstehen – was aber dennoch sehr zu empfehlen ist – und kann im Prinzip sofort einem erfahrenen Trader „folgen“ und mit Trading beginnen.

Generell kann man sagen, dass die Plattform von eToro sehr gut aufgebaut ist, dazu gehören:

  • Einfaches Handhaben und Bearbeiten von Charts
  • Übersichtliches Interface mit praktischen Übersichten (z.B. „Best-performing markets“ und Trends)
  • Sehr benutzerfreundlich gestaltet ist auch die eToro App, die schlicht im Design und einfach zu handhaben ist. Es stehen bei der mobilen Nutzung von eToro auch praktisch die gleichen Features zur Verfügung wie in der Desktop-Variante.

3. Grosse Auswahl an Trading-Möglichkeiten

Bezüglich Auswahl kann man sich auf eToro wirklich nicht beschweren: Aktien, ETFs, Indices, Rohstoffe, Währungspaare und sogar Kryptowährungen – auf eToro findet man eigentlich alles, was sich Investoren und Trader wünschen könnten.

Während man zu Beginn häufig nur per CFD auf Kursschwankungen setzen konnte und seine Anlagen nicht tatsächlich besaß, so ist auch das mittlerweile möglich. Neben Aktien kann man auch Kryptowährungen und weitere Assets kaufen und in seiner eToro-Wallet ablegen oder aber an einen externen Ort versenden.

4. Renommee und Sicherheit

Wenn es um das eigenen Geld und Trading im Internet geht, dann sollte man natürlich immer sehr vorsichtig sein. Das Positive vorweg: eToro ist, was Sicherheit angeht, absolut vertrauenswürdig und hat in der Branche einen Namen dafür, transparent und auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik zu sein.

Auch bezüglich Regulierung und Lizenzen muss man sich beim Branchenprimus eToro keine Sorgen machen – alle wichtigen europäischen Lizenzen sind seit Jahren vorhanden. Daneben sind auch die von eToro angebotenen Zahlungsmittel sicher und werden über vollständig regulierte Drittanbieter abgewickelt.

Das bedeutet nicht, dass man mit Trading nicht sein Geld verlieren kann – die Chancen dafür stehen sogar ziemlich hoch – doch als Trader auf eToro muss man sich zuerst einmal keine Sorgen um die Sicherheit der eigenen Daten und des eigenen Gelds machen.

Tipp: Wer sich mit Kryptowährungen auskennt, der weiss, dass man niemals zu viel davon auf der Plattform eines Drittanbieters – wie z.B. eToro – halten soll. Denn das Risiko eines Hackerangriffs besteht auch bei größeren Trading-Plattformen und die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst bisher absolut unfehlbare und vermeintlich sichere „Krypto-Banken“ nicht vor Hackerangriffen gefeit sind.

Wenn du also mit Kryptowährungen handelst, lass du nur so viel in deiner eToro-Wallet, wie du tatsächlich fürs Traden verwendest. Der Rest, denn du als Langzeitinvestition ansiehst, solltest du unbedingt auf einer externen Wallet sichern.

Teil III: Die größten Nachteile von eToro

Kommen wir zu den Schattenseiten von eToro, denn auch die gibt es zweifellos.

1. Hohes Risiko

Wie bereits erwähnt ist Trading unabhängig von der Plattform ein hochriskantes Unterfangen. Auch wenn eToro verspricht, sehr einsteigerfreundlich zu sein – und das zumindest für den Einstieg auch ist – effektiv Geld verdienen können die meisten auf der Plattform nicht.

Gerade wer sich mit kurzzeitigem „Day-Trading“ versucht, der wird schnell merken, dass die Märkte den meisten Tradern nicht wohlgesinnt sind und einem letztlich das Geld aus der Tasche ziehen. Wer also sein Risiko tief halten will, der sollte entweder die wichtigsten Trading-Grundlagen lernen oder eher auf Langzeitinvestitionen und „Dollar Cost Averaging“ – also das regelmäßige und „ungetimte“ Kaufen von Assets setzen.

Ein weiteres Risiko besteht im Bereich Kryptowährungen: Um diese ist zwar in den letzten Jahren ein großer Hype entstanden und das Potenzial ist in der Tat gross. Dennoch sollte man bedenken, dass Kryptowährungen im Gegensatz zu Aktien oder Devisen (noch) nicht reguliert sind und deshalb auch kein Investorenschutz besteht.

Wer also in eine Kryptowährung investiert – egal ob kurz- oder langfristig – der muss damit rechnen, dass der eine oder andere Coin „scheitern“ und plötzlich auf null fallen kann. Um ein hohes Risiko zu vermeiden, sollten sich gerade neue Trader vertieft mit den „Fundamentals“ von Kryptowährungen auseinandersetzen, damit sie ihre Investmententscheidungen fundierter treffen können.

2. Hohe eToro-Gebühren

Leider sind die Gebühren auf eToro ziemlich hoch – nicht nur fürs Trading, sondern auch für Auszahlungen. Hier macht sich eToro seine Marktdominanz im Bereich Social Trading offensichtlicher Weise zunutze.

So wird bei jeder Auszahlung eine Mindestgebühr von 5 $ fällig. Und da man nicht direkt Euro auf sein Konto auszahlen lassen kann, muss man mit zusätzlichen Gebühren für die Umrechnung von US-Dollar in Euro rechnen.

eToro verlangt zudem „Übernacht- und Wochenendgebühren“ für CFD-Positionen sowie generell alle Short-Trades.

Auch der Mindesteinzahlungsbetrag von 200 $ ist nicht gerade tief und widerspricht eigentlich dem eToro-Credo von Einsteigerfreundlichkeit. Immerhin fallen bei Einzahlungen keine eToro Gebühren an. Positiv ist auch, dass die „Spreads“ im Aktienhandel jeweils fix sind.

3. Fehlende Trading-Features

Dass eToro bewusst auf Einsteiger ausgerichtet ist, merken erfahrene Trader bald einmal beim limitierten Angebot von Trading-Features. So stehen unter anderem folgende Funktionen bei eToro nicht zu Verfügung:

  • Scalping
  • Hedging
  • ECN-Konten
  • MT4 und MT5
  • Eine eigene Mac-Anwendung
  • Spread Betting-Konten
  • Negativsaldo-Schut

Fazit: Kann man mit Trading auf eToro Geld verdienen?

Nachdem wir das Traden auf eToro selber ausführlich getestet und unsere eigenen Erfahrungen gesammelt haben, sind wir zum Schluss gekommen, dass eToro sicherlich eine der besten Plattformen für Trading ist – gerade für Anfänger. Dennoch möchten wir Trading nicht bedingungslos jedem empfehlen, da das Risiko dabei einfach sehr groß ist.

Um als Trader erfolgreich zu sein, braucht es nicht nur eine starke Disziplin und eine gewisse „Emotionslosigkeit“ beim Traden, sondern auch sehr viel Wissen und Erfahrung. Nur wer die Märkte und die technische Analyse von Charts versteht, hat am Ende überhaupt eine Chance.

Fakt ist nämlich, dass die Mehrheit der Trader letztlich mehr Geld verliert als gewinnt – und das kann ja nicht der Sinn eines Nebenverdienstes sein, oder? Klar, die potenziellen Gewinnmöglichkeiten sind natürlich beim Trading grösser, als wenn du zum Beispiel Umfragen ausfüllst. Aber das Verlustrisiko ist dafür um ein Vielfaches größer.

Für viele Menschen, die nach einem Nebenverdienst im Internet suchen, stellt Trading nicht die richtige Lösung dar. Sie werden nicht nur wenig Geld verdienen, sondern können sogar ihr Erspartes dabei riskieren.

Wenn du mit weniger Risiko im Internet Geld verdienen möchtest, schau dir doch einmal an, was wir von Testerheld zu bieten haben: Du kannst dich für unsere Produkttests anmelden und lernst so spannende Unternehmen und Produkte kennen, für deren Ausprobieren du direkt über unsere Plattform bezahlt wirst – ganz ohne Risiko.

FAQ – häufige Fragen

Wie macht eToro eigentlich Geld?

Bei jedem Trade auf der Plattform fallen geringe Gebühren an, die an eToro bezahlt werden müssen. Das gilt sowohl für das eigenständige Ausführen eines Trades, als auch wenn man einen anderen Trader kopiert. Dies ist auch der Grund, warum eToro Trader bevorzugt und häufiger empfiehlt, die mehr und höhere Trades eröffnen (da die Plattform so mehr Geld verdient). Beim Wählen eines Copy-Traders sollte man also auch auf andere Faktoren als nur dessen Sichtbarkeit achten.

Gibt es Alternativen zu eToro?

Ja, die gibt es natürlich: Es gibt dutzende von anderen Trading-Plattformen mit teils ähnlichen und teils sehr unterschiedlichen Features, auf denen man Trading Erfahrungen sammeln kann. Die meisten davon sind aber wesentlich kleiner und teilweise unbekannter als der Trading-Gigant eToro. Beliebte Alternativen zu eToro sind zum Beispiel ZuluTrade, Ayondo, Tradeo, MyDigiTrade, Plus500 und IG.

Kann ich meine Kryptowährungen von eToro auf meine externe Wallet schicken?

Ja, du kannst. Während das zu Beginn noch nicht möglich war und viele User von eToro verärgerte, so ist es nun möglich, Kryptowährungen wie Bitcoin oder Etherium von der eToro-Wallet auf eine beliebige externe Wallet zu schicken. Die Anleitung dazu findest du hier. Denk daran, dann bei jeder Transaktion und so auch beim Versenden von Kryptowährungen Gebühren auf der Plattform anfallen.

Informationen über den Autor
Andreas Novogratz
Andreas Novogratz
Mich interessiert alles rund um das Thema Technik, Internet & Gadgets. Ich komme aus dem Süden Deutschlands, nahe der Schweizer Grenze, und schreibe seit 2019 für Testerheld.de. Wenn ich nicht neueste Trends recherchiere, gehe ich gerne mit meinem Hund spazieren und spiele leidenschaftlich gerne Tennis.